Energieausweis

Der Bedarfsausweis
basiert auf einer Berechnung, wie hoch der Energiebedarf eines Gebäudes aufgrund seiner Bauweise sein soll. In die Berechnung fließen Aspekte wie die Beschaffenheit der Gebäudehülle, die Witterungseinflüsse, der Standort, die Nutzung oder die vorhandene Haustechnik mit ein.

Der Verbrauchsausweis
hingegen basiert auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der Bewohner eines Hauses. Hierbei wird der gemessene Verbrauch aller Wohnungen des Gebäudes der letzten drei Jahre herangezogen. Da das Heizverhalten der Hausbewohner sehr unterschiedlich sein kann, ist der Verbrauchsausweis bei älteren Mehrfamilienhäusern nur dann zulässig, wenn diese mindestens fünf Wohneinheiten haben. Hintergrund: Bei kleineren Wohnhäusern könnte der Verbrauchswert wegen eines sehr sparsamen oder sehr verschwenderischen Heizverhaltens einzelner Bewohner stark verfälscht sein. Bei neueren Gebäuden, die ab 1. November 1977 errichtet wurden, ist der Verbrauchsausweis auch für Gebäude mit weniger als fünf Einheiten zulässig. Grund: Zu diesem Datum trat die erste Wärmeschutzverordnung in Kraft. Häuser, die ab diesem Zeitpunkt gebaut wurden, sind daher besser gedämmt als ihre Vorgänger.

EnEV 2014
In Energieausweisen, die ab dem 1. Mai 2014 ausgestellt werden, müssen auch die Energieeffizienzklassen aufgelistet sein. Auch darüber hinaus gewinnt der Ausweis an Bedeutung: Er muss bei Wohnungsbesichtigungen künftig vorgezeigt und beim Verkauf dem Käufer übergeben werden.

energieausweis

Welchen Energieausweis muss ich erstellen?
Hausbesitzer, die bis zum 1. Oktober 2008 einen Energiepass für ihr Haus anfertigen ließen, hatten grundsätzlich die Wahl zwischen beiden Varianten. Seit diesem Datum gilt folgende Regelung:

  • Wahlfreiheit gibt es für alle Häuser, die ab 1978 errichtet wurden und alle Häuser beliebiger Baujahre mit fünf und mehr Wohneinheiten
  • Keine Wahlfreiheit gibt es für Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1978 errichtet wurden. Hier ist nach dem 1. Oktober der Bedarfsausweis verpflichtend.

Der Energiepass gilt zehn Jahre lang, danach muss ein neuer angefertigt werden. Der Pass soll die Transparenz erhöhen und damit Käufern und Mietern eine Entscheidungshilfe bieten.